| Wenn "Ate" Probleme bereitet |
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PRESSEMITTEILUNG Hobby / Der "Raetsel-Star" gegen die Lücke im Kreuzworträtsel Der Dettinger Stephan Palzer hat eine Homepage für Rätselfreunde entwickelt
"Stadt an der Oka" mit vier Buchstaben? Wenn in Kreuzworträtseln Leerstellen bleiben, ist das ärgerlich, vor allem, wenn man sonst fast alles gelöst hat. Abhilfe verspricht nun die Homepage www.raetsel-star.de - ihr Entwickler, der Dettinger Stephan Palzer, will anderen Knobelfans damit aus solcher Misere helfen. DETTINGEN / Erms, den 17.11.2004 -- "Jedes Mal, wenn ich Kreuzworträtsel gelöst habe, kam ich irgendwann an den Punkt, an dem es nicht mehr weiterging", erzählt Stephan Palzer. Und zwar meist an ähnlichen Stellen. Bei Fragen, denen der Ratefreund schon häufiger begegnet war, deren korrekte Antwort er jedoch nicht herausfinden konnte. Wenn ein Rater die Stadt an der Oka mit vier Buchstaben beim ersten Mal nicht weiß, dann hat er auch beim zehnten Mal fürs Kreuzworträtsel keine Lösung parat, ebenso wenig wie für die griechische Unheilsgöttin oder den altjapanischen Ritteradel. Der Dettinger Stephan Palzer hat darum im Internet nach Hilfe gesucht, doch er fand keine Homepage, die beim Lösen von Kreuzworträtseln Unterstützung anbot. Darum griff der Diplom-Informatiker zur Selbsthilfe und entwickelte eine Internetanwendung, in der der Benutzer seine Fragen und die Anzahl von Lösungsbuchstaben eingeben kann. Im Dezember 2003 ging die Homepage probehalber an den Start, zu jener Zeit noch mit „schlappen" 150 Begriffen und einem recht unübersichtlichen Design. Nun, im Oktober dieses Jahres, sieht die Sache etwas anders aus. Stephan Palzer und Ehefrau Melanie haben in etlichen Stunden knapp 42 000 Stichworte und Begriffe gesammelt und das Design der Homepage verbessert. Damit schnellte auch die Zahl ihrer Besucher auf der Homepage rasant in die Höhe, 33 800 verzweifelte Ratefreunde haben beim Rätselstar schon Hilfe gesucht. Vorwiegend sind es Surfer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, interessanterweise sind jedoch auch die Ägypter recht aktiv. Ägypten ist das einzige nichtdeutschsprachige Land, von dem aus die Homepage regelmäßig besucht wird. Neben Lösungen kann man auf der Seite nun auch ein Rätsel lösen, und bald soll noch ein Forum entstehen. Dann können die Palzers Ihren Gästen interaktiv zu Seite stehen. Denn ein kleines Problem gibt es noch mit der Anwendung: „viele Benutzer finden Begriffe nicht, obwohl diese in der Datenbank gespeichert sind", erklärt Stephan Palzer. Das liege oft ganz einfach an der falschen Fragestellung. Gibt ein Sucher nämlich die gesamte Frage aus seinem Kreuzworträtsel ein, kann es sein, dass kein Ergebnis angezeigt wird, weil die Frage in der Datenbank anders gespeichert ist. Darum gilt als Faustregel beim Suchen: Weniger ist mehr. Und nur wenn dann zu viele Treffer angezeigt werden, muss weiter eingeschränkt werden. Ein Beispiel: In einem Rätsel wird nach der „griech. Unheilsgöttin" gefragt, die richtige Lösung lautet „Ate". Gibt der Anwender nun diesen genauen Wortlaut ein, ergibt sich kein Treffer, ebenso wenig wie nur bei Unheilsgöttin. Am besten ist es, man fragt nach „griech", ohne Punkt und „Göttin", dann wird eine ganze Reihe von Göttinnen aufgelistet, unter ihnen auch Ate, die Göttin der Zwietracht und des Unheils. „Das ganze basiert auf dem selben System wie Internet Suchmaschinen, sobald etwas zu detailliert nachgefragt wird, wird keine Antwort gefunden", erklärt Palzer. Zu allgemein sollte man aber auch nicht nachfragen, denn die Anwendung zeigt nur bis zu zwanzig mögliche Treffer an. Die meiste Aussicht auf Erfolg hat ein Rater, der schon viele Kontrollbuchstaben ausgefüllt hat, denn der kann über eine andere Suchfunktion suchen, bei der man die schon vorhanden Buchstaben eingibt. Natürlich muss man hierbei einiges selbst wissen, doch dies ist auch Sinn uns Spaß an der Sache. „Mit unserer Anwendung soll man ja keine kompletten Rätsel lösen können, sondern man muss schon selbst einiges Wissen, wir helfen dann nur noch bei ganz kniffligen Sachen weiter", meint Stephan Palzer. (c) Wochenzeitung - Anja Mader |
